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Kalk

Stand: FutureCraft 1.3.0

Kalk zeigt, was ein Angebot oder eine Rechnung bringt: Lohn, Material, Fremdleistung, Kosten und Deckungsbeitrag je Titel und für den ganzen Beleg. Hier rechnen Sie einen Beleg auf einen Endpreis oder ändern ihn um einen Prozentsatz, und hier pflegen Sie die Sätze, mit denen FutureCraft jede Leistung kalkuliert. Sie öffnen Kalk im Hauptmenü (Taste 5).

Kalkulation eines Belegs

Kalk beginnt mit der Liste der Angebote und Rechnungen, mit Datum, Kunde, Betreff, Status und Netto. Das Suchfeld darüber findet Nummer, Kunde, Betreff oder Bauvorhaben. Gutschriften und Abschlagsrechnungen fehlen in der Liste: Sie haben keine eigene Kalkulation.

  1. Wählen Sie den Beleg mit ↑ ↓ und öffnen Sie die Kalkulation mit Enter oder Doppelklick. Aus dem Beleg heraus geht es auch mit Kalkulation › Kalkulation des Belegs (Kalk) …; Esc führt dann zurück in den Beleg.
  2. Die Tabelle zeigt je Titel und gesamt: Stunden, Lohn, Material, Fremdleistung, Erlös, Kosten, Deckungsbeitrag und DB %.
  3. ↑ ↓ wählt einen Titel. Die Taste E öffnet die Endpreiskalkulation, Z die Zu- und Abschläge für den gewählten Titel, B öffnet den Beleg, F8 das PDF, F2 wählt einen anderen Beleg und F9 zeigt die Sätze.

So lesen Sie die Zahlen: Lohn, Material und Fremdleistung sind Anteile am Erlös, also am Netto. Kosten sind die direkten Kosten: Stunden mal Lohnkosten je Stunde, Material zum Einkaufspreis und Fremdleistung. Der Deckungsbeitrag ist Erlös minus Kosten; ist er negativ oder liegt er unter 10 Prozent, ist er hervorgehoben.

Positionen ohne Kalkulation, etwa Pauschalen mit Preis von Hand, zählen zum Erlös, aber ohne Lohn, Material und Kosten; ihr Betrag steht unter der Tabelle. Was nicht in die Summe des Belegs eingeht, also Bedarfspositionen ohne Gesamtbetrag und Alternativpositionen, zählt auch hier nicht.

Festgeschriebene Rechnungen lassen sich ansehen. Kalk rechnet sie mit den Sätzen beim Festschreiben, wie das archivierte PDF, und ändert ihre Preise nicht.

Endpreiskalkulation

Mit der Endpreiskalkulation rechnen Sie einen Beleg auf eine Summe, die Sie vorgeben, etwa einen runden Betrag. FutureCraft verteilt den Unterschied auf die Einheitspreise.

  1. Öffnen Sie in Kalk die Kalkulation des Belegs und drücken Sie E, oder wählen Sie im Beleg Kalkulation › Endpreiskalkulation ….
  2. Tragen Sie die Zielsumme netto ein.
  3. Wählen Sie unter „Verteilen auf“, was sich ändert: Alles, nur Lohn oder nur Material; ← → wechselt.
  4. Die Vorschau zeigt Netto, Lohn, Material und Deckungsbeitrag vorher und nachher und jede Position mit altem und neuem Einheitspreis. Enter übernimmt.

Bei „Alles“ ändern sich alle Einheitspreise im selben Verhältnis. Bei „nur Lohn“ bleibt das Material in Euro gleich, bei „nur Material“ der Lohn, auch für § 35a; Positionen ohne Lohn bzw. ohne Material bleiben, wie sie sind.

Die neuen Einheitspreise werden auf den Cent gerundet, damit Menge × EP = GP stimmt, und stehen danach als Preis von Hand im Beleg. Darum trifft die neue Summe das Ziel manchmal nur auf wenige Cent genau; die Vorschau nennt den Unterschied. Rückgängig im Beleg (Strg Z) nimmt die Änderung zurück.

Preise ändern sich nur in Belegen, die nicht festgeschrieben sind. Gutschriften und Abschlagsrechnungen bleiben, wie sie sind: Die Gutschrift übernimmt die Preise der Rechnung, den Betrag eines Abschlags legt der Abschlag fest.

Zu- und Abschläge

Zu- und Abschläge ändern die Einheitspreise des ganzen Belegs oder einzelner Titel um einen Prozentsatz, etwa einen Zuschlag von 5 Prozent oder einen Nachlass von 3 Prozent.

  1. Wählen Sie in Kalk mit ↑ ↓ einen Titel oder Gesamt und drücken Sie Z; im Beleg geht es über Berechne › Zu- und Abschläge ….
  2. Tragen Sie die Änderung in Prozent ein: Plus für einen Zuschlag, Minus für einen Abschlag, etwa 5 oder -3.
  3. Hat der Beleg mehrere Titel, haken Sie an, für welche es gilt; die Leertaste wählt einen Titel ab oder an.
  4. Die Vorschau zeigt alte und neue Preise. Enter übernimmt.

Der Prozentsatz gilt für den ganzen Einheitspreis, Lohn und Material zusammen. Soll sich nur der Lohn oder nur das Material ändern, nehmen Sie die Endpreiskalkulation mit „nur Lohn“ bzw. „nur Material“. Wie dort werden die neuen Preise auf den Cent gerundet und stehen als Preis von Hand im Beleg.

Sätze des Betriebs

Drei Sätze bestimmen jede Kalkulation:

SatzWofür
Verrechnungssatz je StundeLohn in den Einheitspreisen: Lohnminuten der Leistung mal Verrechnungssatz
Lohnkosten je Stundewas eine Stunde den Betrieb kostet; Grundlage des Deckungsbeitrags
MaterialzuschlagAufschlag in Prozent auf den Einkaufspreis des Materials

Sie pflegen die Sätze in Kalk unter Sätze und Verrechnungssatz (F9). Parameter › Kalkulation zeigt sie und führt mit „Sätze in Kalk pflegen“ hierher. Enter springt von Feld zu Feld, nach dem letzten Feld wird gespeichert, ebenso mit Speichern (Strg S). Esc führt zurück und speichert dabei; ist ein Feld nicht lesbar, verwirft erst ein zweites Esc die Eingaben.

Neue Sätze gelten für alle Leistungen und für jeden Beleg mit kalkulierten Preisen, der nicht festgeschrieben ist. Vor dem Speichern nennt FutureCraft, wie viele Belege dadurch neue Preise bekommen und wie viele davon schon versendet oder angenommen sind. Die Lohnkosten je Stunde ändern keine Preise, nur den Deckungsbeitrag. Festgeschriebene Rechnungen behalten die Sätze vom Festschreiben, Preise von Hand bleiben, wie sie sind.

Verrechnungssatz herleiten

Den Verrechnungssatz leiten Sie mit der Zuschlagskalkulation her, wie im Malerhandwerk üblich:

  • Stundenlohn des Gesellen, als Tarif- oder Effektivlohn je Stunde,
  • plus Lohnnebenkosten in Prozent vom Stundenlohn, darin auch bezahlte Ausfallzeiten wie Urlaub, Feiertage und Krankheit,
  • ergibt die Lohnkosten je Stunde,
  • plus Gemeinkosten in Prozent von den Lohnkosten, darin auch Fahr- und Rüstzeiten,
  • ergibt die Selbstkosten je Stunde,
  • plus Wagnis und Gewinn in Prozent von den Selbstkosten,
  • ergibt den Verrechnungssatz je Stunde.
  1. Öffnen Sie in Kalk Sätze und Verrechnungssatz (F9).
  2. Tragen Sie unter „Verrechnungssatz herleiten“ Stundenlohn Geselle, Lohnnebenkosten, Gemeinkosten sowie Wagnis und Gewinn ein. Darunter steht der Rechenweg Zeile für Zeile, jeder Schritt auf den Cent gerundet.
  3. „In die Sätze übernehmen“ (F10) setzt Verrechnungssatz und Lohnkosten je Stunde aus der Herleitung in die Sätze und speichert sie. Der Materialzuschlag bleibt, wie er ist.

Haben Sie noch keine eigene Herleitung gespeichert, stehen dort Werte, die Ihre heutigen Sätze ergeben; „In die Sätze übernehmen“ ändert dann nichts, bis Sie eigene Zahlen eintragen. Welche Zahlen für Ihren Betrieb stimmen, klärt im Zweifel Ihr Steuerberater.